Recycling - Nachhaltigkeit - Umweltschutz in ConAction-Projekten
Durch die unterschiedlichen Projekte und die zahlreichen Kontakte zu Kindern, Jugendlichen, Lehrern, Eltern etc. ist ConAction e.V. ein Multiplikator, was Umweltverhalten angeht. Als Vorbild und Initiator in Projekten und an Schulen werden eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt, alle mit dem Ziel, schonend mit Ressourcen umzugehen und dies Kindern und Jugendlichen so früh wie möglich zu vermitteln und vorzuleben.

Computer-Recycling: Da war selbst der Oberbürgermeister beeindruckt: Sortierte und demontierte Computer-Innenleben bringen noch einiges Geld. 6,50 Euro pro kg gibt es lt. Ankaufspreisliste für Computerplatinen vom 5.12.2011 für Mainboards und Steckkarten, wie Sound-, Modem- und Netzwerkkarten, von denen große Kühler und Metallblenden entfernt sein müssen. Allerdings, so stellten die Jugendlichen fest, wiegen Mainboards nicht besonders viel. So gab es für den gewichtsmäßig größten Anteil an einem PC - nämlich Schrott - nur 0,14 € pro Kilo.

Weihnachtskunst aus Müll
Nachdem Recycling-Künstler Olaf Berger die Jugendlichen der Praxisstation Objektbeschichtung an der Montessori-Hauptschule Ferdinandstraße bereits erfolgreich in die Kunst aus Müll eingeführt hatte, sollte besonders dem Weihnachtskonsumrausch durch alternative Konzepte zu begegnet werden. Gelungenes Objekt "Weihnachtsvogel" aus einem Schaufensterpuppentorso mit Weihnachtsmaske und spannendem Zubehör aus der Mülltonne. Weitere weihnachtliche Kunst entstand auf der Basis alter Venylplatte. Mehr... (hier)

Laminierte Folien zum Abwischen
PraxisParcour ist ein Instrument, mit dem Jugendliche ihre Fähigkeiten ausprobieren können. Um wenig Müll zu machen, sind die Laufzettel für die Jugendlichen, auf denen sie die Aufgaben, an denen sie sich probieren, aufzeichnen können aus Recyclingpapier. Bei den meisten Übungen, wo gezeichnet oder geschrieben wird, sind die Vorlagen laminiert und können nach jedem Durchgang abgewischt und wiederverwendet werden.

Quarkbecher statt Anzuchtschalen
Zum Recyclen bietet gerade der Gartenbereich eine Menge Möglichkeiten. Für die Kresse frisch in der Küche verwendeten die Schülerinnen und Schüler leere Quarkbecher. Sie wurden mit nasser Watte gefüllt, auf der sie dann die Kresse aussähten. Genauso kann bei der Vorkultur für Tomaten, Kräuter u.ä. vorgegangen werden. Später werden die Pflänzchen dann einzeln in kleine Töpfe gesetzt. Um ein zweites Umpflanzen zu vermeiden, kann man Zeitungspapier (löst sich in der Erde auf) oder je eine halbe Eierschale verwenden, die man beim Einsetzen in die Erde einfach zerdrückt.

Textilplane statt Abdeckfolien
Was für Müllberge bleiben nach dem Streichen eines Raumes zurück? Ziemlich überwältigende. Als die Praxisstation Objektbeschichtung in Kooperation mit der GAG einen Aufenthaltsraum im Seniorenwohnheim Albert-Schweitzer-Straße renovierte, war die Müllmenge winzig. Statt Abdeckfolien wurden Textilplanen verwendet, die man mehrmals benutzen kann. Am Schluß müssen sie lediglich sorgfältig gefaltet werden, ähnlich wie Bettücher.

Catering mit regionalen Produkten
Auf dem Schülerfirmen-Workshop lernte eine Gruppe unter Leitung eines erfahrenen Profi-Kochs, wie man mit Gemüse-Produkten aus regionalem Anbau ein wunderbares Büffet zusammenstellt. Champignons wurden sowohl im Gratin als auch gefüllt als Häppchen verwendet. Den wenigsten begeisterten Essern fiel auf, dass das Büffet bis auf ein paar Gambas kein Fleisch enthielt.

Nicht Styropur und Bauschaum sondern Pappe und Weißleim
Karneval, besonders in Köln, macht eine Menge Spaß und noch mehr Müll. Leicht und wetterfest müssen Figuren und Aufbauten auf den Wagen sein. Doch es gibt Alternativen zu den umweltschädlichen Materialien Styropur und Bauschaum. Zwei Künstler aus Bangladesh zeigten Schülerinnen und Schülern der Hauptschule Reutlinger Straße, dass es auch anders geht. Mehr zu Großfiguren aus Pappe und Weißleim...(hier)

Kompost in der Schule
ConAction führt an der Montessori-Hauptschule Rochusstraße eine Praxisstation Garten- und Landschaftsbau durch. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten auf dem Kölner Westfriedhof und sämlicher Grünschnitt und zusammengekehrtes Laub wird dort am Wegrand aufgeschichtet und für die Kompostierungsanlage eingesammelt. So war es nur ein kleiner Schritt zu einer Kompoststation in der Schule, die in einer Wochenend-Aktion eingerichtet wurde. Drei Kisten füllen sich seitdem stetig mit Garten- und Küchenabfällen aus dem Hauswirtschaftsbereich.

Mülltrennung beim Renovieren
Das Jugendzentrum Take Five im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen wächst: Doch die neuen Räume müssen gründlich renoviert werden. Wo später Jugendliche ihre Freizeit in angenehmer Umgebung verbringen sollen, zieren noch alte Fliesen die Wände. Die Schülerinnen und Schüler der Praxisstation Objektbeschichtung an der Hauptschule Reutlinger Straße schlagen die Fliesen ab und sammeln sie separat zur ordnungsgemäßen Entsorgung.

Sorgsames Umgehen mit Werkzeugen spart Müll
Es ist bestimmt kein schönes Gefühl, Pinsel nach dem Streichen unter kaltem Wasser auszuwaschen und dann hinterher auch noch das Waschbecken wieder zu reinigen. Trotzdem wird bei den verschiedenen Praxisstationen Objektbeschichtung sehr darauf geachtet, dass wenn irgend möglich, alle Werkzeuge so lange wie möglich im Gebrauch bleiben. Lackpinsel werden bis zum nächsten Einsatz in Wasser gelagert und auch wieder verwendet.

Computer-Recycling zum Lernen
ConAction hat in der Nibelungenstraße eine Computerwerkstatt mit ausrangierten Computern eingerichtet. Hier können die Jugendlichen sowohl im Hardware-Bereich - Ein- und Ausbau von Festplatten und Laufwerken etc. - und im Software-Bereich - Installation von Software - Erfahrungen sammeln. Reparieren und Nutzen statt Wegwerfen heißt die Devise. Mehr dazu (hier)