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Praxisstation im Sozialraum - Gestaltung des Aufenthaltsraumes im Seniorenwohnheim Schieffersburger Weg

Stellen Praxisstationen an Schulen Werkstätten und Betreuung zur Verfügung, um einen Einblick in Berufsfelder zu vermitteln, so sind Sozialraum-Projekte schon ein Ernstfall aus dem richtigen Leben.

Die GAG zeigte sich sehr erfreut, dass Schüler/innen der Hauptschule Reutlinger Straße ihre Herbstferien "opfern" wollten, um den Aufenthaltsraum der Wohnanlage Schieffersburger Weg zu einer einladenden Stätte der Begegnung zu machen.

„Ich wollte den alten Leuten eine Freude machen“... gab Nerges (14), Schülerin der Hauptschule Reutlinger Straße als Grund für ihre Teilnahme an dem Projekt an. Lisa und Nagihan (beide 15) wollten den Beruf kennenlernen. Kurz vor den Herbstferien informierte ein freundliches Plakat die Hausbewohner über die geplanten Verschönerungsmaßnahmen im Untergeschoß.

Die Einladung stieß auf positive Resonnanz der Hausbewohner, lud der Raum in seinem Urzustand auch wirklich nicht zum Verweilen ein.

Betreut wurden die Jugendlichen von einer ConAction-Mitarbeiterin, die selbst Maler­meisterin ist. Spontan unterstützt wurde die Aktion von Frau Petra Beckert, Inhaberin der Malerfirma L. Müller, die einen Auszubildenden eigens dafür abstellte, den Schülerinnen einen Einblick in das Handwerk der Anstreicherei zu geben.

Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die im Souterrain gelegenen Räumlichkeiten durch entsprechende Farbgestaltung eine warme und freundliche Atmosphäre erhalten sollten. Nachdem die mühevolle Arbeit des Abklebens von Boden und Fenstern erledigt war, konnte es losgehen.

Als besonders schwierig und anstrengend stellte sich das Lackieren der Heizkörper heraus. Am Schluß lag diese Arbeit bei allen Schülerinnen am Ende der Beliebtheitsskala, direkt gefolgt vom Streichen der Decken. Doch Lohn für die Mühe war am Schluß ein verblüffendes Ergebnis: Weinrot lackierte Heizkörper vor weinroter Wand verschwinden optisch und geben dem Raum ein vollendetes Aussehen.

Während der Arbeit wirkte der Raum riesig groß. Um so höher ist es den Mädchen anzurechnen, dass sie nicht den Mut verloren und mit Ausdauer und Energie weitermachten. Das fanden auch die Haus­bewohner, von denen nicht wenige von der Arbeit ganz begeistert waren.

Die Schülerinnen der HS Reutlinger Straße können stolz auf ihre Arbeit sein. Sie haben eine Menge über das Maler- und Lackierer-Handwerk und über die Berufswelt im Allgemeinen gelernt. Die Mitarbeiter von ConAction hoffen, das ihnen das Zertifikat, das sie für ihre Leistungen erhalten hilft, mit Ende der Schulzeit schnell einen Ausbildungsplatz zu finden. Mehr zu Praxisstationen hier