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Faire Woche 2010: Alternative Nobelpreisträger bei Schülerfirma Radelito

Was ist der alternative Nobelpreis? Er wird an Personen, Organisationen und Repräsentanten sozialer Bewegungen vergeben, die sich mit praktischen Lösungen und Modellen für menschenwürdige Lebensbedingungen einsetzen. (mehr dazu unter www.de.wikipedia.org/wiki/Right_Livelihood_Award).

Im Rahmen der Fairen Woche 2010 (mehr unter www.faire-woche.de) kamen im September drei alternative Nobelpreisträger nach Köln. Die Schülerfirma Radelito (mehr hier) hat die drei eingeladen und sie kamen tatsächlich nach Köln-Höhenhaus.

Wir möchten die drei kurz vorstellen. Auf dem linken Foto sieht man ganz links Juan Pablo Orrego, Mitbegründer der Aktionsgruppe für den Biobio, die ein ökologisch bedenkliches Staudammprojekt am Biobio-Fluß in Chile verhindert hat, welches zur Vertreibung der Pehuenche-Indianer geführt hätte. Die Gruppe erhielt den alternativen Nobelpreis 1998. Juan Pablo Orrega ist Ökologe und Musiker.

Auf dem Foto in der Mitte ist Melaku Worede zu sehen, äthiopischer Genetiker und Biologe. Er wurde 1989 für sein richtungsweisendes Projekt "gegen den Hunger" ausgezeichnet. Aufgebaut wurde ein Zentrum zur Bewahrung von Saatgut, mit den Ziel der Erhaltung der Artenvielfalt und dem Know-how der afrikanischen Bauern zum Nutzen der gesamten Menschheit.

Ganz rechts schließlich sehen wir Evaristo Nugkuag Ikanan, einen peruanischen Menschenrechtler und Umweltschützer, der 1986 den alternativen Nobelpreis für sein Engagement und seinen Widerstand gegen die Zerstörung der Lebensräume indigener Völker, besonders im peruanischen Regenwald erhielt.

Die drei hatten ein großes Interessen, die nächste "neue Generation" kennenzulernen und leisteten der Einladung von Radelito gerne Folge. Dabei war ihr Programm durchaus hochkarätig und sehr eng; am Nachmittag wurden sie im historischen Rathaus von Oberbürgermeister Jürgen Roters empfangen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten ein buntes Programm erarbeitet. Von den musikalsichen Darbietungen und der allgemeinen Herzlichkeit waren die Ehrengäste sichtlich angetan. Auch sprachliche Barrieren konnten einen intensiven Austausch nicht behindern und haben im Gegenteil die Stimmung noch aufgelockert. Wie immer, wenn es schön ist, verging die Zeit viel zu schnell und die drei mußten weiterziehen.

 

J. P. Orrego umringt von den jungen Akteuren

Zu den Schülerfirmen, die ConAction im Kölner Netzwerk Schülerfirmen betreut, mehr Informationen (hier).