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Zu Gast in der Kölner Flora:
Schülerinnen und Schüler der Praxisstation Garten- und Landschaftsbau
informieren sich über die Pflege der Anlage

Die Führung begann an Deutschlands erster Palmenallee. Die "Mutter" aller 30 Alleebäume steht seit 1975 im Tropenhof. Die Chinesischen Hanfpalmen wurden in den Anzuchthäusern der Flora herangezogen und 2008 ins Freiland gesetzt. Groß war der Scheck, als gleich zwei besonders harte Winter folgten, wobei der Winter 2009/10 den armen Kölner Palmen alle Blätter raubte. Doch heute, im Oktober 2010 haben sich die Pflanzen gut erholt und wieder eine dichte Blätterkrone gebildet.

"Man kann also Chinesiche Hanfpalmen auch in unseren Breiten im Freiland halten", erklärt Daniel Heidenblut, Gärtner in der Flora den Jugendlichen. Er weist auf den aktuellen Trend zu exotischen und tropischen Gärten hin, der von den Landschaftsgärtnern die Kenntnis auch spezieller und ausgefallener Pflanzen verlangt.

In den Tropenhäusern geraten die Jugendlichen wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ganz gehörig ins Schwitzen. Bestaunt wird der Bambus, der an "guten" Tagen bis zu 15 cm wachsen kann und im Tropenhaus als Geländer an der Brücke als Baumaterial zu bewundern ist.

Mit Gerüchten über die Gefährlichkeit fleischfressender Pflanzen räumt die Führung gründlich auf. Ähnlich wie Spinnen, ernähren sich diese Pflanzen von kleinen Insekten. Die aufwendige Sicherung der Pflanzen dient nicht zum Schutz der Besucher, sondern dazu, die wertvollen Pflanzen vor dem unbezähmbaren Sammeltrieb einiger Besucher zu bewahren.
Der Mammutbaum (rechtes Foto) ist ein richtiger Zwerg seiner Gattung. Der Führer demonstriert die Ausmaße seiner karliformische Verwandten, die einen Durchmesser von 10 Metern erreichen.

Wissenswertes über das Element Wasser im Garten- und Landschaftsbau lernen die Kids am Alpinum. Dass dieses direkt hinter dem großen Teich aufragt, ist nicht allein mit dem schönen Anblick zu erklären. Eine Wasserfläche schafft durch Verdunstung ein kühleres Klima, das den an Nebel und Wolken gewöhnten Pflanzen aus dem Alpenraum das Überleben in der Kölner Tiefebene erleichtert.

Die Kaskade mit den aus der Gründungszeit der Flora stammenden Buchen-Laubengängen ließ die Jugendlichen in großer Zahl zum Foto-Handy greifen. Dass man Bäume durch regelmäßigen Schnitt über fast 150 Jahre derart klein und formstabil erhalten kann, löste großes Erstaunen aus.

Auch ein Blick auf den WDR-Garten durfte nicht fehlen, den viele aus dem Vorabendprogramm wiedererkannten. Nachdem der Rundgang einen guten Überblick über die umfassenden Arbeiten gegeben hat, die in der Flora anfallen, konnten die Jugendlichen kaum glauben, dass inklusive Auszubildenden und Praktikanten nur kanpp über 20 Leute dort arbeiten. An den Ausbildungsmöglichkeiten in der Flora waren die Schülerinnen und Schüler sehr interessiert.

ConAction bedankt sich bei der Flora für die gelungene Führung. Mehr zu Praxisstationen gibt es (hier). Garten- und Landschaftsbau in der Praxisstation wird (hier) genauer vorgestellt.