7. Oktober 2011
Ausbildungsbörse Ehrenfeld - "Ihre Chance im Kölner Westen"
"Berufe kennenlernen - Ausbildung finden" - unter diesem Motto präsentierten sich zahlreiche Unternehmen und Bildungsorganisationen in den Räumen von EVA und der Jugendhilfe in der Christina- und Herbrandtstraße.
Wurde beim Aufbau noch kurzzeitig ein Sonnenloch sichtbar (Foto links), stellten sich bald kalte Regenschauer ein, vor denen sich sogar die Fische im Teich unter dem ersten Herbstlaub verstecken wollten.

Doch widrige Umstände konnten weder Aussteller noch Jugendliche abhalten und schon bald nach dem Start der Veranstaltung um 10 Uhr wimmelte es in der großen Halle im EVA-Gebäude wie auf einem Ameisenhaufen.
Unser Rundgang startet mit der Agentur für Arbeit, die mit grundsätzlichen Informationen aufwartete und der Präsentation der Stadtsparkasse KölnBonn, die kaufmännische Ausbildungsberufe "mitgebracht" hatte.
Dicht umringt war auch der Stand der Buchen Group - Buchen UmweltService GmbH. Zu den Herausforderungen an das Unternehmen gehört beispielsweise die Unterstützung der Feuerwehr bei Unfällen mit Gefahrstoffen. Dabei ist dieser Bereich nur eine Facette im umfangreichen Aufgabengebiet des Unternehmens. Die Ausbildung führt zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice.
Mit der Präsentation des WDRs setzen wir unseren virtuellen Rundgang fort. Statt lediglich Infomaterial zu präsentieren hatten sich die Mitarbeiter etwas einfallen lassen: Das Berufsbild des Raumausstatters/-ausstatterin ließ sich mit verschiedenen Aufgaben und Materialien ausprobieren. Der große Andrang bestätigte das Konzept.
Bei Fleischhauer drehte sich alles ums Auto. Großes Interesse rief der Diagnose-Computer hervor. Fleischhauer sucht Auszubildende für die Bereiche Fahrzeuglackieren, Mechatronik und Karosseriebau. Dass ein derart großes Unternehmen in fast schon familiär kleinen Einheiten ausbildet, so dass sich die Auszubildenden innerhalb ihrer Gruppe gut aufgehoben fühlen können, konnten die jungen Leute im persönlichen Gespräch erfahren.
Firstmail bildet für die Post Briefträger, pardon Postzusteller/innen aus. Bei der Louise-von-Marillac-Schule für Berufe im Gesundheitswesen gab es Kennenlernen zum Anfassen: ein Torsomodell erlaubte den "Aus- und Einbau" lebenswichtiger Organe und mit dem Blutdruckmessgerät konnte der Grad der Aufregung bei den Schülerinnen und Schülern ermittelt werden.
Das Caritas Jugendbüro mit Sitz in der Venloer Strasse in Ehrenfeld und die Sozial-Betriebe-Köln stellten in ihren Ausbildungsangeboten den Menschen in Vordergrund.
Auf besonders gut gelaunte Gesichter trafen wir auf unserem Rundgang beim Team der Kölner Bank. Daneben war die Caritas mit einem weiteren Schwerpunkt, den Altenzentren, vertreten.
Gute Laune auch beim Jugendwerk Köln. Zwei unterschiedliche Methoden, einen Autoreifen zu reparieren zeigten die Jugendlichen mit großer Begeisterung.
Großes Gedränge auch im Verbindungsgang zwischen den Ausstellungsräumen. Das Berufskolleg Ehrenfeld stellte Ausbildungsmöglichkeiten vor, beim Handwerkerinnenhaus konnte praktisch im Bereich Holzbearbeitung Hand angelegt werden und große Aufmerksamkeit erhielten die hier ausgehängten aktuellen Stellenangebote.
ConAction als Mit-Veranstalter der Ausbildungsbörse hatte auch diesmal wieder den PraxisParcour mitgebracht. Vor dem EVA-Gebäude war ein Zelt gegen die schlechte Witterung errichtet. Dort konnten die Jugendlichen, ähnlich wie beim Circle-Training im Sport in verschiedenen Stationen die unterschiedlichsten Übungen ausprobieren.
Diesmal wurden die Stationen neben ConAction-Mitarbeitern von Schülerinnen und Schülern der Montessori-Hauptschule Rochusstrasse betreut. Die Jungen und Mädchen arbeiten dort alle zwei Wochen in von ConAction durchgeführten Praxisstationen (mehr dazu hier) in den Bereichen Maler- und Lackierer und Garten- und Landschaftsbau. Die Kids hatten sich die Stärkung mit einem Stück Pizza redlich verdient.
Die Jugendlichen erhielten einen Laufzettel, auf dem sie die Übungen und die erreichte Punktzahl eintrugen. Die wichtigste Angabe für die Schüler/innen ist jedoch ihre Selbsteinschätzung, d.h. als wie schwierig oder einfach sie die Übung empfunden haben.
Besonderen Wert legen die Mitarbeiter von ConAction darauf, den Schüler/innen zu vermitteln, dass der PraxisParcour keinen Leistungswettbewerb darstellt, sondern ihnen die Möglichkeit geben soll, einfach einmal auszuprobieren, wo die eigenen Stärken liegen. So kommt es bei den Teilnehmern häufig zu Überraschungen über die eigenen Fähigkeiten.
Viele Übungen im PraxisParcour können direkt einzelnen Berufsfeldern zugeordnet werden, wie hier die Unterscheidung verschiedener Holzsorten dem Tischlerberuf oder das Abisolieren und Wiederzusammenfügen von Elektrokabeln mit Hilfe einer Lüsterklemme dem Beruf des Elektrikers. Es gibt jedoch auch Übungen, die generelle Fertigkeiten erfordern, wie die Spiegelübung und die Zauberkartoffel, die beide räumliches Vorstellungsvermögen verlangen. Mehr zum PraxisParcour als Instrument der Selbsterfahrung von Fähigkeiten und Berichte über den Einsatz des Parcours (hier)
Auf der Ausbildungsbörse Ehrenfeld hatte die Jugendwerkstatt Ehrenfeld den PraxisParcour um drei spannende Stationen erweitert: So konnte - überraschend schnell - mit Profi-Werkzeug ein Autoreifen gewechselt werden, die Kids konnten ausprobieren, wie schwierig es ist, beim Hobeln Späne zu erzeugen und sich an der Metallbearbeitung versuchen.
Dank und Anerkennung gilt der Verpflegungstheke in der EVA-Halle 13. Dank heißer Getränke konnten sich die Schülerinnen und Schüler, die den PraxisParcour betreuten, zumindestens innerlich etwas aufwärmen.
Weitere Termin von Ausbildungsbörsen und Berufsinformationsveranstaltungen (hier)




































