Renovierung eines Gemeinschaftsraumes für die Bewohner des GAG-Seniorenwohnheims in der Albert-Schweitzer-Straße in Köln-Raderthal

Anfang 2011: Es tut sich eine Menge in Raderthal, die GAG lässt sanieren, streichen, renovieren und gestalten. Da passt es gut, dass die Jugendlichen der Praxisstation Objektbeschichtung (Maler und Lackierer) der Montessori-Hauptsschule Rochusstraße ein realistisches Betätigungsfeld suchen.

Wie man Kanten abklebt, Untergründe vorbereitet, Farben aufträgt haben sie in den Arbeitsräumen in ihrer Schule bereits geübt. Doch was alles dazugehört, wenn man einen echten Auftrag ausführt, das möchten die Schülerinnen und – in dieser Gruppe – der eine Schüler gerne einmal ausprobieren.

Der Aufenthaltsraum im Seniorenwohnheim Albert-Schweitzer-Straße hatte mit seinen olivgrünen Wänden das finstere Ambiente der späten 70er Jahre. Dass der im Souterrain gelegene Raum farblich dringend aufgehellt werden müßte, war schnell klar.

Nach Abkleben des Bodens rückten die Schülerinnen und der Schüler den trüben Wänden mit weißer Farbe zu Leibe.

Auch Heizkörper und Heizungsrohre wurden weiß lackiert, damit sie optisch verschwinden.

Am Ende des ersten Arbeitseinsatzes in der Albert-Schweitzer-Straße stand das Auswanschen von Pinseln und Rollen und das Aufräumen des Materials. Die Jugendlichen freuten sich sehr, als die verantwortliche GAG-Mitabeiterin zum Ende mit einem großen Tablett Berliner Ballen zur Stärkung erschien.

Schon bedeutend heller wirkte der Raum zu Beginn des 2. Arbeitseinsatzes. Doch bei genauem Hinschauen wurde deutlich, dass dunkels Grün mindestens zweimal überstrichen werden muß, um ein ansehnliches Weiß zu werden.

Besonders Ecken und Fensterstürze mußte besonders exakt behandelt werden. Die Malermeisterin zeigte den Schülerinnen, wie man die Farbrolle mit viel Gefühl führt, damit die Farbe sich gleichmäßig verteilt.

Hell, aber nicht kalt und steril sollte der Raum werden. Dafür sollten zwei Wände mit einer hellen, aber freundlichen Farbe gestichen werden. Einen warmen Cremeton nannte die Malermeisterin die Farbe. Wie leckere Karamellsauce sieht sie aus, fanden einige Schülerinnen.


Nicht das Rollen mit Farbe, sondern die Vorarbeiten halten hier am meisten auf. An der Decke und an den angrenzenden weißen Wänden sowie an allen Fußleisten mußte zunächst exakt abgeklebt werden. Das großflächige Auftragen der Farbe ging dagegen schnell.

Schon stahlte die erste Wand in „leckerem Karamell-Farbton“. Weil immer eine Wand fertig gestrichen werden muß, damit man keine Ansätze sieht, bot sich dieser Moment zu einer kleinen Pause an.

Zum Streichen mußten sämtliche Schalter- und Steckdosenabdeckungen entfernt werden. Dass man die Gelegenheit nutzen sollte, diese einer gründlichen Reinigung zu unterziehen, gehörte zum Arbeitsprozess dazu. Einweichen, schrubben, abtrocknen und wieder an die richtigen Stellen montieren ist schneller gesagt als ausgeführt. Der Ehrgeiz wuchs: Sogar die Fenster wurden geputzt, was noch mehr Licht in den nun schon hellen und freundlichen Raum hineinließ.

Besonders teuer sind die Rollen, mit denen die Farbe auf die Wand aufgetragen wird. Sie sind aber auch ausgesprochen schwierig zu reinigen. Nach ausgiebigem Auswaschen sah die Rolle immer noch trraurig aus, doch nach Anleitung in schnellem Tempo gedreht, sah sie am Ende wieder „fluffig“ wie am Anfang aus. Die beiden Mädels freuten sich und konnten richtig stolz sein.

Wie bei allen Projekten legte ConAction Wert darauf, Abfall möglichst zu vermeiden und dazu Abdeckmaterialien zu verwenden, die sich mehrfach nutzen lassen. Die verwendeten Planen sind einseitig plastifiziert und auf der Vorderseite mit recycelten Textilmaterialien beschichtet. Sie wurden am Ende sorgfältig gefaltet und warten nun im Keller bei ConAction auf den nächsten Einsatz. So war die Müllmenge, die am Ende übrigblieb, verschwindend gering. Zum Schluß wurden die Fußleisten noch von allerletzten Farbspritzern, die sich trotz sorgfältigstem Abkleben nicht verhindern lassen, befreit und der Teppichboden, auch wenn er durch einen neuen freundlich-hellen Laminatboden ersetzt werden soll, gesaugt.


Nachdem die Jugendlichen die Möbel wieder in den Raum getragen hatten, ohne die frisch gestrichenen Wände zu beschädigen, erhielten sie eine Urkunde und ein großes Dankeschön für ihren Einsatz. Zu Schluß stellten sich alle zum Abschlußfoto auf.

Der Aufenthaltsraum im Seniorenwohnheim Albert-Schweitzer-Straße ist bereits das zweite Projekt, das ConAction mit der GAG durchführt.

Unsere Praxisstationen Objektbeschichtung werden unterstützt durch die Innung Farbe Köln.

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