Campus Nibelungenstraße: Erste Schritte in den Herbstferien

Was liegt näher, als die zukünftigen Räume für Praxisstationen mit Schülerinnen aus bereits laufenden Praxisstationen zu renovieren?
So ging es in den Herbstferien 2011 los. Schülerinnen der Praxisstation Objektbeschichtung aus der Montessori-Hauptschule Rochusstraße waren bereit, ihre Freizeit zugunsten beruflicher Erfahrungen einzutauschen. Drei Räume für die Praxisstationen Metallverarbeitung, Computerwerkstatt und Objektbeschichtung (Maler und Lackierer) sowie der Aufenthaltsraum standen zur Renovierung an.

Am Anfang spielten wir Cristo: Bereits vorhandene Einrichtungsgegenstände wurden verpackt!

Dokumentation einer besonders renovierungsbedürftigen Ecke. Da sollte es später doch deutlich ansprechender aussehen. Abkleben und Schleifen - hier Fußleisten - hießen die nächsten Arbeitsschritte.

Das Gebäude in der Nibelungenstraße ist ein altes Schulhaus aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Daher fiel an den Wänden besonders viel Spachtelarbeit an. Und dann die Heizikörper! Mit dem Schleifen ging es los.

Da ist eine komplette Wand wohl schneller gestichen, als ein Heizkörper. Doch von großem Vorteil für den Fortgang der Arbeit war die praktische Erfahrung, die die Mädels aus der Praxisstation mitbrachten.

Türen und Türrahmen (Schleifen, Vorstreichen, Schleifen, Lackieren) gehörten genauso dazu. Bei den Fenstern hatten wir Glück: Sie sind gerade neu eingebaut und bedurften keiner Behandlung.

Schulräume generell, aber in historischen Gebäuden ganz besonders, sind sehr hoch. Wie hoch so ein Raum sein kann und wie brutal schwer es ist, dessen Decke mit einer an der Stange befestigten Rolle zu streichen, zeigen die Bilder sehr eindrucksvoll.

Dritter Tag: Im ersten Raum kann Cristo auspacken. Doch auch dann bleibt noch viel zu tun. So sehr man auch Boden und Möbel verpackt und abgeklebt hatte, beim Auspacken zeigten sich die undichten Stellen. Es mußte geputzt werden.

Doch es gab nicht nur Pflichtübungen, sondern auch manche Kür. Die Schülerinnen durften über die optische Gestaltung mitbestimmen. Für Raum zwei wurden Decke und oberer Bereich über den Türen weiß gestrichen. Der untere Bereich sollte in einem warmem Beige erscheinen. Von Milchschokolade bis Capuccino reichten die Farbvorschläge und am Ende wurde es Capuccino.

Besonders hielten die Feinheiten auf, wie der farbige Anstrich hinter den Heizkörpern. Doch besonders in der Ecke mit dem Waschbecken wirkt die abgesetzte Capuccino-Farbe sehr elegant. Auch die vorher dokumentierte Ecke sieht schon brauchbar aus.

Wie so oft waren die Ziele etwas zu ehrgeizig gesetzt. Die Feinheiten haben doch sehr viel Zeit gekostet. Doch immerhin zwei der vier Räume konnten fertiggestellt werden. Weiter geht es nach den Herbstferien mit Schülerinnen und Schülern aus der Praxisstation Objektbeschichtung aus der Hauptschule Reutlinger Straße.

Große Pinselsammlung zum Ende der Arbeitsaktion. Besonders verbindend dann das gemeinsame Bodenschrubben.

Frisch gewischt und aufgeräumt kann man die Wirkung der Farben ganz gut einschätzen. Die Schülerinnen sind zu recht stolz auf ihre Arbeit.

Zum Abschluß erhalten diejenigen, die die ganze Zeit durchgehalten haben ein Zertifikat. Mit Kuchen wird der gelungene Abschluß der Aktion gefeiert.

 

Zum Seitenanfang                                                                Zurück zur Startseite