Von der Praxisstation in die Berufsausbildung: Ein Erfahrungsbericht

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Ab Klasse 9 konnte Patrick zwischen verschiedenen Praxisstationen entscheiden. Er wählte die Metallverarbeitung in der Hoffnung, durch erste konkrete Erfahrungen seine Berufswahl besser treffen zu können.

Schon in den ersten Treffen in der Praxisstation, so berichtet Patrick, hat ihm der Umgang mit dem Werkstoff Metall großen Spaß gemacht. Gleichzeit hat das sehr exakte Arbeiten seinen Ehrgeiz herausgefordert.

Seit September dieses Jahres lernt und arbeitet Patrick als Auszubildender in der Metallverarbeitung bei BCK Metallverarbeitung GmbH in Köln.
Er hat Glück gehabt. Als einziger Auszubildender in seiner Abteilung bekommt er eine umfassende Ausbildung. Man hat Zeit für ihn und so lernt er in den ersten Monaten die grundlegenden Fertigkeiten wie Feilen, Sägen, Anreißen, Körnen und Gewindeschneiden.
Ein massiver Schraubstock und eine Pinnwand für Pläne bilden die Grundausstattung von Patricks Arbeitsplatz.

 

 

Patricks Meister nimmt sich viel Zeit, ihm die grundlegenden Fertigkeiten zu vermitteln. Für den Laien kaum vorstellbar, geht es beispielsweise beim Schneiden von Gewinden in Metalle teilweise um hundertstel Millimeter. Diese minimalen Differenzen sind entscheidend, damit das Werkstück am Ende problemlos montiert werden kann.

Ob ihn die Arbeit in der Praxisstation auf die Ausbildung vorbereitet habe, wollen wir wissen. Patrick kann das bestätigen: "Als wir in der Praxisstation das Bohren geübt haben, konnte ich zwar die richtige Stelle auf der Oberfläche treffen, das Bohrloch selbst ging aber nicht senkrecht nach unten, sondern war einfach schief. So etwas muss man üben, damit man ein Gefühl dafür entwickelt."

Erste Übungen im Anreißen, Körnen und Bohren hatte Patrick bereits in der Praxisstation absolviert.

Patrick präsentiert uns ein Werkstück, in das er verschiedene Gewinde geschnitten hat, von denen manche mit dem Senker bearbeitet wurden, damit später die Schraube versenkt werden kann und eine bündige Oberfläche entsteht. Das gesamte Werkstück wurde schließlich mit dem Schlichter geglättet. Hierbei trägt man minimale Schichten ab. Patrick erzählt, dass er bei seinen ersten "Schlichtversuchen" kläglich gescheitert sei. Er habe nur Täler und Buckel auf der Oberfläche hinbekommen. Erste Übungsversuche konnte er bereits in der Praxisstation machen.

Beim Rundgang durch die Halle stellt Patrick unter Beweis, dass er schon viele Maschinen kennt. So erklärt er uns verschiedene Bohr- und Fräsaufsätze und den Sinn und Zweck einer Drehbank.

Patrick hat auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz eine Menge Bewerbungen geschrieben. Geholfen hat ihm letztlich die Hilfestellung durch den ConAction-Betreuer der Praxisstation. Patrick bekam nach dem Vorstellgespräch die Chance, einen Tag zur Probe zu arbeiten. Daneben gab es einen kleinen Test zu Materialberechnung, Umrechenaufgaben und einfache Algebraübungen. Geholfen hat ihm auch hier, dass Materialberechnungen und das Lesen von technischen Plänen zum Arbeitsalltag in der Praxisstation gehören.

Patrick und sein ConAction-Betreuer aus der Praxisstation freuen sich sehr über ein Wiedersehen. Zum Schluß wollen wir noch wissen, was Patrick in der Praxisstation am besten gefallen hat. "Am besten war, dass wir ab und zu ein richtiges Lob bekommen haben. Das spornt einen so richtig an und das ist jetzt hier in meiner Ausbildung genau so." Wir wünschen Patrick viel Glück auf seinem weiteren Berufsweg und würden uns freuen, wenn wir ihn später noch einmal besuchen dürften.

Mehr zu Praxisstationen und wo sie angeboten werden (hier)

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