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Wir sind zu Gast an der Hauptschule Tiefentalstraße in Köln-Mülheim und besuchen dort die Praxisstation Holzbearbeitung. Aus Holz kann man eine Menge Dinge herstellen. Holz ist ein anspruchsvoller Werkstoff, den man genau kennen muss, um daraus alltagstaugliche Dinge herzustellen. Auch die Werkzeuge und Maschinen zur Holzbearbeitung sind sehr komplex und vielfältig.

Werkstoff und Werkzeuge müssen die Schülerinnen und Schüler zunächst gründlich kennenlernen, um damit etwas schaffen zu können.

In der Praxisstation nimmt die Theorie einen minimalen Raum ein. Lediglich verschiedene Säge-Varianten werden erklärt, bevor der Werkstoff Holz sofort angefasst und bearbeitet werden kann.

Doch bevor die Säge zum Einsatz kommt, muß das Werkstück vermessen und der auszuführende Schnitt markiert werden. Manchmal ist eine zusätzliche Hand vonnöten, aber Teamarbeit, d.h. sich gegenseitig zu helfen, gehört zum Arbeiten in der Praxisstation dazu.

Jetzt ist es fast so weit: Die Säge, in diesem Fall eine Gestellsäge, liegt bereit. Doch wer hält das Werkstück fest?

Dazu lernen die Jugendlichen, die Hilfsmittel, wie hier die Schraubzwinge, aber auch die Hobelbank (Werkbank) richtig einzusetzen. Diese Hilfen dienen dazu, die Werkstücke sicher zu fixieren. Jegliche Verletzungsgefahren sollen erkannt und daher auch vermieden werden. Dass die Werkzeuge zum Teil sehr gefährlich sein können, ist auch ein wichtiger Lerninhalt.
Die Auswahl an Schraubzwingen in der Werkstatt ist überwältigend; die Zwinge ist aber auch eines der wichtigsten Hilfsmittel bei der Holzbearbeitung. Man braucht eine Menge davon. Wesentlich ist es daher, den Jugendlichen zu vermitteln, das Werkzeug mit Sorgfalt zu behandeln und nach Gebrauch wieder zurückzulegen. In Zeiten leerer öffentlicher Kassen muß jede Praxisstation sehr verantwortungsvoll mit dem Material umzugehen lernen.

Endlich darf gesägt werden. Ziel der Übung ist, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, das Werkzeug auszuprobieren. Wie setzt man die Säge an? In welcher Richtung geht es am besten? Sollte das Sägeblatt verstellt werden? Wie erhält man ein exaktes Ergebnis?

Dabei lernen die jungen Leute, dass nicht immer nur ein Weg zum Ziel führt. Die Betreuerin von ConAction e.V. und der begleitende Lehrer stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Praxisstation heißt beruflichen Alltag erproben. So gehört es dazu, dass alle gemeinsam aufräumen und ihren Arbeitsplatz sauber hinterlassen, ganz so als wäre man bereits in der Ausbildung und in einer Werkstatt oder auf einer Baustelle. Je besser die Teamarbeit funktioniert, umso eher ist die Arbeit erledigt.

Und noch ein ganz wichtiger Punkt darf nicht fehlen: In jeder Berufsausbildung ist ein Berichtsheft zu führen, in dem täglich kurz eingetragen wird, was mit welchen Werkzeugen gearbeitet wurde. Dazu ist es nötig, die wichtigsten Werkzeuge und die Werkstoffe mit ihren Fachbegriffen benennen und korrekt schreiben zu können. Die letzten 10 Minuten jeder Sitzung dienen der Einübung des Berichtsheftes, ohne das man zu keiner Berufsprüfung zugelassen wird.

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