Metallverarbeitung

Praxisstationen im Metallbereich führt ConAction e.V. im ganzen Stadtgebiet an unterschiedlichen Schulen durch. Die Bilder aus dem Alltag entstanden auf dem Campus Nibelungenstraße der Hauptschule Reutlinger Straße und in der Werkstatt der Kurt-Tucholsky-Hauptschule in Köln-Neubrück.

Hart und unnahbar wirkt das Material Metall, wenn sich die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal die Regale anschauen, in denen die Bestände für die Arbeit in den Praxisstationen verwahrt werden.

Als erstes lernen die Jugendlichen in der Praxisstation, wie man sich die einzelnen Arbeitsschritte auf Metall anzeichnet. Dazu müssen ein Anschlagwinkel und eine Reißnadel verwendet werden. Um genau zu arbeiten, muss der Anschlagwinkel sehr gut festgehalten werden, denn das Anzeichnen mit der Reißnadel erfordert Kraft.

Daher bestehen die ersten anspruchsvolleren Werkstücke, die die Schülerinnen und Schüler herstellen, auch aus etwas weicherem Metall: nämlich Aluminiumblech. Bei der Ausarbeitung des Handy-Halters in Klappstuhlform kommt es vor allem auf das genaue Lesen der Pläne an.

Auch Kupfer ist ein weniger hartes Metall. Besonders die Schülerinnen sind konzentriert bei der Sache, wenn aus einfachem Draht Armbandglieder entstehen, die dann zusammengefügt werden. Am Ende haben sie etwas Brauchbares hergestellt.

Für Stahlblech benötigt man schon kräftigere Werkzeuge. Hinter dem Ausdruck Blechschere versteckt sich eine kräftige Schneidemaschine mit Hebelvorrichtung. Diese Blechschere kann so ziemlich alles schneiden, was bis zu 2cm dick ist. So ist Vorsicht geboten und die Jugendlichen werden intensiv bei der Benutzung angeleitet.

Nicht für alles taugt die Blechschere. Auch die Metallsäge kommt zum Einsatz. Die scharfen Kanten, die nach dem Sägen entstehen, sollen mit einer Feile geglättet werden. Da heißt es das richtige Werkzeug aus dem großen Fundus auszuwählen.

Das Werkstück ist eingespannt und die Feile kommt zum Einsatz. Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters versuchte sich bei seinem Besuch auf dem Campus Nibelungenstraße an der Übung mit der Eisenfeile.

Die Standbohrmaschine ist ebenfalls ein gefährliches Arbeitsgerät, bei dem es genau darauf ankommt, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Beim Bohren kann es leicht dazu kommen, dass Stahlspäne durch die Gegend fliegen. Deshalb trägt die junge Dame auf dem Bild auch eine Schutzbrille.

Nächste Übung: Ein Handwerksmeister aus dem ConAction-Team zeigt den Jugendlichen, wie man eine stabile Metallverbindung ohne Schweißgerät herstellt, nur durch Falzen und Hämmern. Mit der Biegemaschine wird das stabile Material in Form gebogen und mit dem Hammer auf dem Amboss zusammengepreßt.

Draufsicht und Profilansicht: Die Verbindung hält. Sie läßt sich ohne Werkzeug nicht mehr trennen. Die Jugendlichen sind fasziniert von der einfachen und schnellen Vorgehensweise.

Eine Schelle, wie man sie beispielsweise zur Befestigung eines Regenrohres benötigt, wird hergestellt. Die Zeichnung gibt die genauen Maße vor, die Halterung muß gebogen, die Löcher gebohrt und die Rundung schließlich herausgearbeitet werden.

Gewinde unterschiedlicher Größe in eine Stahlplatte zu schneiden gehört bereits zum Stoff aus dem 2. Ausbildungsjahr. Hier ist sehr exaktes Arbeit nicht nur in der Vertikalen, sondern auch in der Horizontalen nötig.

Mit der Metallfräse werden trichterförmige Löcher in ein Metallblech gebohrt, die hinterher die Schrauben verschwinden lassen.

Kleine Kunstwerke aus Metall: Im Alltag bewährt hat sich der praktischer Tesa-Abroller, der das nötige Gewicht für einen einfachen Gebrauch aufweist. Die Dampfmaschine aus Blechdose und Metallresten wurde für das Projekt "Regenerative Energiertechnik und Energieeffizienz: eine Institutionenübergreifende Herausforderung von der Kita bis zum Berufskolleg" entwickelt, das durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird. Mehr (hier)

Stolz sind die Jugendlichen, wenn sie ihre in den Praxisstationen hergestellten Objekte der Öffentlichkeit vorstellen können, wie auf der jährlich stattfindenden Ausbildungs- und Schülerfirmenbörse im Historischen Rathaus zu Köln oder wie auf den beiden Fotos auf der Handwerksmesse in den Kölner Messehallen.

Mehr zu Praxisstationen an Schulen (hier)

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