Wer sich für die Praxisstation Objektbeschichtung anmeldet, muss Farben lieben und sich dafür interessieren. Dies stellten die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Tiefentalstraße, die wir in ihrem Alltag besuchten konnten, unter Beweis.

Um Vollton- und Abtönfarbe ging es an diesem Tag. Die Jugendlichen hatten die Aufgabe, sich mit Beschaffenheit, Konsistenz und Eigenschaften der Farben vertraut zu machen und eine eigene Farbe "zu erschaffen".

Es war faszinierend zu beobachten, wie vertieft die jungen Leute in ihre jeweiligen Farbmischungen waren. Von leuchtendem Orange über Laubfrosch-Grün und Türkis zu verschiedenen leuchtenden Blautönen, von regelrecht "leckeren" Farben, die an Johannisbeergelee erinnerten bis zu schlichtem Grau und einem sanften, recht dunklen Lilaton reichten die Ideen. Alle hatten sich zu ihrer Farbe ihre Gedanken gemacht.

Der flächige Farbauftrag sowie das Schreiben des Namenszugs mit dem Pinsel wurden in einem zweiten Schritt geübt. Je nach Mischung war die Farbe so dickflüssig, dass sich mit dem Pinsel eine regelrechte Struktur herausarbeiten ließ (bei der türkisen Farbe).

Nach der kreativen Phase ging es im Folgenden um absolut exakte Pinselführung. Wenn beispielsweise ein Fensterrahmen zu streichen ist, der außen dunkelbraun lasiert und innen weiß lackiert wird, ist es für den sog. Anschnitt, die Linie, an der Weiß und Braun zusammenstoßen, extrem wichtig, gerade Pinsellinien ziehen zu können, denn hier kann nicht abgeklebt werden.

Erstaunlicherweise fiel den Kids diese Übung gar nicht so schwer. Das lag wohl vor allem an der entspannten Atmosphäre in der Praxisstation. Hier ist es erlaubt, etwas auszuprobieren und jederzeit können die beiden Betreuerinnen gefragt werden. Die Malermeisterin von ConAction und die begleitende Lehrerin hatten keine Probleme, die Jugendlichen bei der Stange zu halten. Die Disziplin und Ausdauer war gut.

Keine Praxisstation ohne gemeinsames Aufräumen: bei den Malern und Lackierern besonders nicht ohne Auswaschen der Pinsel. Wie im Berufsalltag ist man erst dann fertig, wenn alles aufgeräumt ist. Je besser die Teamarbeit, um so eher gehts nach Hause. Doch kurz vor Schluß muß noch etwas geschrieben werden: In jeder Berufsausbildung ist das Führen eines Berichtsheftes Prüfungsvoraussetzung. In diesem Heft wird täglich notiert, was und mit welchen Werkzeugen gearbeitet wurde. Dies wird in der Praxisstation geübt.


Mehr zu Praxisstationen im allgemeinen findet sich (hier)

In den verschiedenen Praxisstationen Objektbeschichtung, die ConAction durchführt, werden auch häufig sog. Sozialraumprojekte übernommen. Dabei können die Jugendlichen mit ihren erworbenen beruflichen Fähigkeiten den Ernstfall erproben.

Januar und Februar 2011
Hauptschule Reutlinger Straße hilft Jugendzentrum Take five

Dringend notwendige Räume für das Jugendzentrum Take five im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen werden von Schülerinnen und Schülern der Praxisstation Objektbeschichtung aus der Hauptschule Reutlinger Straße renoviert. Der Zustand der Räumlichkeiten ist eine echte Herausforderung für die Jugendlichen, nicht nur Kenntnisse im Anstreichen sind dabei gefragt...(hier)

Januar und Februar 2011
Gestaltung des Aufenthaltsraumes für die Bewohner des GAG-Seniorenwohnheims in der Albert-Schweitzer-Straße in Köln Raderthal

Den Ernstfall proben: Das konnten die Schülerinnen und Schüler der Praxisstation Objektbeschichtung der Hauptschule Rochusstraße im Stadtteil Raderthal. Ihre Fähigkeiten im Umgang mit Pinsel und Farben konnten sie hier unter Beweis stellen... (mehr)

Ab 10. März 2011
Die Zoo-Mauer wurde umgestaltet

Schülerinnen und Schüler der Praxisstation Objektbeschichtung an der Montessori-Hauptschule Ferdinandstraße haben für das Gestaltungsprojekt der Zoomauer die Reinigung, Ausbesserung und Grundierung vorgenommen. Ab Anfang April haben dann die Künstler ihre Bilder gesprayt...(hier)

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