Zweiradmechnik

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Zweiradmechanik - ein Beruf mit Zukunft. Je teurer Benzin wird, um so mehr Menschen werden sich entscheiden, das Fahrrad oder ein Moped oder den Motorroller als alternatives und preiswertes Verkehrsmittel zu nutzen. Das Fahrrad steht bei den Jugendlichen an erster Stelle, braucht es doch keinen Treibstoff und die Bereifung ist billiger als ein Paar Schuhe und hält länger.

Die Praxisstation Zweiradmechnik an der Kurt-Tucholsky-Hauptschule macht sich nützlich. Die Jugendlichen können das Gelernte direkt sinnvoll einsetzen. Sie warten die Fahrräder, mit denen die jüngeren Mitschüler das Verhalten im Verkehr trainieren.
Die empfindlichste Stelle eines Fahrrades sind die Räder. Egal ob ein "Platter" oder eine "acht", diese Schäden kommen ständig vor. Ein Schüler lockert die beschädigten Speichen.

Die beschädigten Speichen werden ausgebaut und durch neue ersetzt. Dies ist eine knifflige Beschäftigung, die Werkzeugkenntnisse, manuelles Geschick und Ausdauer verlangt.

Auch für Schäden an der Bereifung ist alles Nötige vorhanden. Eine Auswahl unterschiedlich großer Schläuche und ausreichend Mäntel für verschiedene Radmodelle, vom Rennrad bis zum Mountainbike finden sich in der Werkstatt. Auch, dass Reifen noch immer in Zoll gemessen werden, lernen die Schülerinnen und Schüler in der Praxisstation.

Doch es wird nicht nur repariert. Eine ganze Menge gespendeter "Schrott"-Fahrräder stehen in der Zweiradwerkstatt bereit, um zerlegt zu werden. Aus den noch intakten Teilen werden dann neue Räder zusammenmontiert: aus alt mach neu.

Besonders kompliziert: Die Demontage des alten Lenkers. Um den alten Lenker zu lösen, steht ein Inbus-Schlüsselset zur Verfügung. Ganz wichtig ist, dass jeder gebrauchte Schlüssel wieder an seinen Platz kommt. Fehlt einer, ist das ganze Set wertlos. Wie desolat der Zustand des Lenkers ist, kann man daran erkennen, dass selbst in der Inbus-Schraube Rost sitzt.

Praxisstationen sollen auf den beruflichen Alltag vorbereiten. Dazu gehört nicht nur der sorgfältige Umgang mit Werkzeugen, sondern auch das Führen eines Berichtsheftes. In der Ausbildung heißt es, keine Prüfungszulassung ohne Berichtsheft. Täglich in kurzen Worten festzuhalten, was an diesem Tag gemacht wurde, gehört zur Pflicht in den Praxisstationen. Besonders wichtig ist die regelmäßige Kontrolle durch den Leiter der Praxisstation.

Inzwischen ist das defekte Laufrad neu aufgespeicht. Jetzt gilt es, die Speichen so zu spannen, dass das Rad absolut gerade läuft und nirgendwo schleift. Mit dem Speichenschlüssel muß jede einzelne Speiche nachgezogen werden. Dann wird überprüft, ob die Ausrichtung stimmt.

Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Ergebnis stimmt. Dazu braucht es viel Geduld und Ausdauer. Schön ist, dass er Erfolg am Ende sichtbar ist: lautlos dreht sich das Laufrad in der Halterung.

In der Pause schauen die Mädels aus der Praxisstation Metallverarbeitung zusammen mit ihrem Betreuer kurz vorbei. Sie amüsieren sich mit dem reparaturbedürftigen Moped, das in der Zweiradwerkstatt steht. Spontan gibt es eine kleine Einführung in unterschiedliche Bestandteile eines Motors: Mechanikvorlesung zum Anfassen in der Pause.

Lichtmaschine
Öl- oder Benzinpumpe
Vergaser
Vergaser
Anlasser
Zylinder im Querschnitt

Die Jugendlichen aus den Praxisstationen freuen sich, wenn sie ihre Leistungen und Fähigkeiten auch anderen zeigen können. So ist die Praxisstation Zweiradmechanik regelmäßig auf der Ausbildungs- und Schülerfirmenbörse im Historischen Rathaus zu Köln vertreten. Schülerinnen und Schüler können hier selbst Hand anlegen und von ihren Schulkollegen lernen, wie interessant das Berufsbild in der Zweiradmechanik ist.

Mehr zu Praxisstationen an Schulen gibt es (hier)

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