


"Land unter" - Künstler aus Bangladesh bauen Masken und Großfiguren mit Schüler/innen aus der Praxisstation Objektbeschichtung (Maler und Lackierer/in) in der Hauptschule Reutlinger Straße und der Praxisstation Metall an der Hauptschule Bülowstraße
Bangladesh ist ein Land, das durch den steigenden Meeresspiegel akut in seiner Existenz gefährdet ist. Vergleichbar mit dem Karneval in Köln gibt es in Bangladesh das Frühjahrsfest am 14. April mit der Möglichkeit, in unterhaltsamer und plakativer Form auf Probleme und Mißstände aufmerksam zu machen.
So wurde die Idee geboren, im Kölner Karneval Masken und Großfiguren, deren Konzept von den Künstlern Zeba Fareha und Juise Haque in Bangladesh entwickelt und erprobt wurde, gemeinsam mit Schüler/innen herzustellen und mit diesen Kunstwerken auf die Situation in Bangladesh aufmerksam zu machen.
Das Projekt, vom Evangelischen Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirche im Rheinland gefördert, von der Jecke Fairsuchung e.V. und von der Zweiradwerkstatt 180 Grad und dem Netz Bangladesh unterstützt, bezog in die Herstellung von Masken und Figuren drei Kölner Hauptschulen mit ein. ConAction stellte mit den Praxisstationen Objektbeschichtung an der Hauptschule Reutlinger Straße und der Praxisstation Metall an der Hauptschule Bülowstraße Unterstützung und Infrastruktur für Künstler und Schüler/innen bereit.
Neben den traditionellen Masken hatten Juise und Feba das Konzept für zwei Großfiguren mitgebracht, die als Kalis - Gottheiten mit zehn Armen - das Gute und das Böse darstellten. Schon die Herstellung der Masken und Figuren mit einfachsten und umweltschonenden Mitteln war beeindruckend. Dazu paßte, dass die Figuren nicht von motorisierten Fahrzeugen, sondern trotz ihrer beeindruckenden Höhe auf Fahrrädern transportiert wurden, die die Zweiradwerkstatt 180 Grad zur Verfügung stellte, was sogar auf schneeglatten Straßen erstaunlich gut funktioniert hat (www.zweiradwerkstatt180grad.de). Das Wurfmaterial der Gruppen kam von der Jecke Fairsuchung, die seit 2004 Süßigkeiten aus Fairem Handel im Rheinischen Karneval etablieren konnte.
Die folgenden Bilder erzählen die Entstehungsgeschichte der Masken bis zu ihrem großen Auftritt bei den Veedelzöch.
















