Angeblich verwendeten schon die alten Ägypter solche Samenkugeln, um das Nilufer zu bepflanzen. Heute werden sie (auch unter dem Namen Seedbombs) im Guerilla-Gardening angewendet, um triste Betonflächen unserer Innenstädte zum blühen zu bringen.Die Schülerinnen und Schüler der Praxisstation Gartenbau an der IGS Holweide nutzten das schöne Wetter, um dieser antiken Tradition zu folgen und stellten Seedballs her.

Als Maß für unsere Mischung verwendeten wir einen Trinkbecher. Vier davon voll mit selbstgemachter Komposterde, vier weitere mit Lehm, ein Becher Blumensamen (verschiedene Arten) und ein Becher Wasser. Dieser "Teig" musste nun kräftig durchgeknetet und zu Kugeln der Größe eines Tischtennisballs geformt werden.

Nachdem der erste Ekel vor dem Matsch überwunden war, konnte die Produktion beginnen. Nach der Handformung müssen die Seedballs nur in der Sonne zum Trocknen ausgelegt werden, dann werden sie auf dem Schulhof und in den Straßen Holweides verteilt und auf Regen gewartet.

Der Lehm (auch Ton oder Tonerde ist geeignet) speichert das Wasser und schützt den Samen zudem vor Vogelfraß. Im ersten heftigeren Regenschauer, löst sich der Ton auf, gibt die Blumensamen frei. Den Rest übernimmt die Natur und uns bleibt nichts, außer gespannt zu bleiben.

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