Auch am 3. Tag der checkPraxis-Veranstaltung in der Jugendherberge Köln-Deutz herrschte wieder großer Andrang. Unter dem Motto Gesundheit und Soziales konnten die Jugendlichen am letzten Tag Berufe aus dem Erziehungs-, Betreuungs-, Gesundheits- und Pflegebereich in den einzelnen Workshops intensiv kennenlernen.

Vor der Veranstaltung und in den Pausen zwischen den Workshops stand den Schülerinnen und Schülern ein Aufenthaltsraum mit freier Getränkeauswahl und Plätzen zum Gedankenaustausch zur Verfügung: natürlich an allen drei Tagen der Veranstaltung. Wie an den vorangegangenen Tagen ging es nach kurzer Begrüßung in die einzelnen Workshops.

"Berufe in Erziehung und Betreuung" nannte sich der Workshop des Berufskollegs Ehrenfeld. Die beiden Damen wählten einen spannenden Einstieg: Es durfte gespielt werden. Die Jugendlichen bastelten unter Anleitung einen Papierflieger, machten Flugversuche und sollten hinterher über die unterschiedlichen Lernbereiche, die bei diesen Aktionen angesprochen wurden, reflektieren.

Die Zahnärztekammer Nordrhein erklärte in ihrem Workshop "Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) - ein Beruf mit Zukunft" dieses relativ neue Berufsbild, das sich auf Pflege und Prophylaxe konzentiert. Bei der Stadt Köln konnten sich die jungen Leute über die 25 derzeit im Ausbildungsangebot befindlichen Berufe informieren und ihre persönlichen Fragen in entspannter Atmosphäre stellen.

Tips zu Bewerbung und Einstelltests gabs bei der Agentur für Arbeit Köln. Rauchende Köpfe über der Aufgabe, einen Brief zu korrigieren, der zeigte, wie man sich nicht bewerben sollte.

Die Louise von Marilllac-Schule stellte in ihrem Workshop Berufe aus der Gesundheits- und Krankenpflege vor. Dabei ging es auch um attraktive und neue Weiterqualifizierungsmöglichkeiten im Pflegebereich, beispielsweise in Richtung Krankenhausmanagement oder Pädagogik. Ebenfalls vorgestellt wurde die 4-jährige duale Bachelor-Ausbildung.

Um die theoretische Ausführungen etwas anfassbarer zu machen, war auch wieder die von verschiedenen Veranstaltungen zur Berufsorientierung bereits bekannte "Louise" mit dabei, die ihre Organe für Übungszwecke zur Verfügung stellte.

Bei der Schwesternschaft "Bonn" (Deutsches Rotes Kreuz) gings gleich in die Praxis. Nach der Selbstverfahrung über die eigenen Sinne (z.B. passend zur Weihnachtszeit Nelken am Geruch erkennen), lernten die Jugendlichen den Blutdruck zu messen.

Da fließt tatsächlich Blut: Das Messen des Blutzuckerspiegels mit neuester Technik stand als nächstes auf dem Programm. Ganz große Bedeutung kommt in Zeiten von Norovirus und Ehec der Hygiene und Desinfektion der Hände zu. Die UV-Lampe bringt es an den Tag: Dunkle Stellen zeigen, wo die Hände nicht korrekt desinfiziert wurden. Dieses Wissen ist sicher auch alltagstauglich. In der Kurzfassung: Handinnenflächen, Fingerzwischenräume und die Daumen werden besonders oft vergessen.

Wie es sich gehört: Action in der Disco. Die SBK (Sozialbetriebe Köln) bot ihren Workshop in der Discothek der Jugendherberge an. Die Mitarbeiter hatten einige Aufgaben mitgebracht, mit denen sich die Jugendlichen in die Situation eingeschränkter Menschen hineinversetzen konnten. Mit der Simulation von Blindheit ging es los. Ein Hindernisparcours mußte mit verbundenen Augen - natürlich mit hilfreicher Begleitung - durchlaufen werden. Die Spiegelübung simulierte die einseitige Wahrnehmung, die man häufig bei Schlaganfallpatienten trifft.

Wie schwierig es ist, bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit der Hände (sie wurden mit einem Band fixiert) ein Stück schlüpfriger Seife aus einer Wasserschale zu angeln, vermittelte die nächste Übung. Obwohl es für alte Menschen sicherlich tragisch ist, sich nicht mehr selbst helfen zu können, durfte bei der Übung viel gelacht werden. Anschließend erfolgte das blinde Ertasten unterschiedlicher Gegenstände (von der Zitrone bis zum Teletabbi) und zum Ende wurde gezeigt, wie man auf klassische Art bei Patienten den Blutdruck mißt.

Die Termine für weitere checkPraxis-Veranstaltungen werden wir (hier) veröffentlichen.

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